Weltreisewagen 3.0

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Mein Gespann auf dem Denali „Highway“ in Alaska.

 

Es war ein langer Weg bis hierhin. Über die Jahre habe ich  viel Fahrzeuge „verschlissen“. Als Student begonnen mit einem VW Bus T3 Transporter der teilweise selbst ausgebaut wurde. Hiermit habe ich viele schöne Touren gemacht konnte den Wagen aber leider nicht dauerhaft halten. Mit 2WD und 50 PS Diesel (was wäre das heute ??? Euro 1 ;-)) ging es teilweise auch nur schleppend voran.

Es folgte der erste Mercedes SUV ein ML 230 – mein erster Neuwagen, mein ganzer Stolz und ein wirklich guter Wagen. Riesiger Kofferraum und tolle Fahreigenschaften. Die erste Tour im Winter über tief verschneite Wege – ich war begeistert.

Aber irgendwie sollte es mehr sein. Ein“richtiger“ Geländewagen. So folgte ein alter Mercedes 290 GD – der sollte mein „Weltreisewagen“ werden !

Viele Stunden und €ronen später … war der Wagen „fertig“ und unterwegs rund um die Ostsee und nach Marokko.

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Dort fand der Wagenleider sein bitteres Ende. Über die möglicherweise zugrundeliegenden Mängel wird bis heute vor Gericht gestritten. Schade !

So mußte ich mir auf jeden Fall etwas neues einfallen lassen und bin, über eine Zwischenstation G 300 TD, beim aktuellen G 280 CDI pur professional gelandet. Der Wagen ist Bj. 2009  und hatte etwa 80.000 km gelaufen. Somit war das m.E. eine ideale Basis um neu anzufangen. Keine technischen Spielereien mehr und definitiv keine Umbauten am Dach. Das pure Fahrzeug sollte es sein !

Warum Wohnwagen ? Hochdach oder Klappdach waren keine Option mehr. Alternativ wäre nur das Dachzelt geblieben. Das war mir etwas zu „rustikal“. Ich wollte 1 Jahr unterwegs sein und dabei auch „etwas Komfort“ haben. Das war ich zwangsläufig bim Wohnwagen. Ein weiterer großer Vorteil . man kann den Hänger stehen lassen und mit dem Zugwagen bequem wegfahren, auch einmal in eine Stadt oder ähnliches ohne gleich das gesamte camp abbauen zu müssen. Auch gröbere Ausflüge ins Gelände könnte man so unternehmen.

Der G ist gering modifiziert: Doppeldämpfer hinten, neue Federn hinten, Elektrolüfter. Dachträger und Heckleiter. Innen wurde 1 Sitz hinten entfernt. Fahrer und Beifahrersitz wurden durch Greiner Scheelmann Traveller Sitze ersetzt. Warum MB den Innenraum Boden in purem Lack beläßt wird deren Geheimnis bleiben. Mit nassen Schuhen ist das wie Schmierseife, für einen Offroader kaum zu gebrauchen. Ich habe den Innenraum Boden daher komplett mit Herculiner (Pickup Ladeflächen Beschichtung) streichen lassen. Hinten wurden 2 Schubladensysteme eingebaut die von hinten und von der Seite zu bedienen sind. Dazu kommen noch eine 4. Batterie und ein Wechselrichter neben anderen kleineren Maßnahmen. So kann das Fahrzeug auch autark für Reisen benutzt werden die für ein Gespann ungeeignet sind. Geschlafen wird dann hinten wobei der Platz nur für eine Person ausreichend wäre. Der verbliebene 3. Sitz hinten könnte noch entfernt werden.